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Wirtschaftsförderung der Stadt Lohmar

Aktuelles Archiv

27.11.2006

1. Lohmarer Wirtschaftsforum ein voller Erfolg!

Wir UNTERNEHMEN was“ hieß es am Freitag, den 17.11.06, in Lohmar:

Lohmars Wirtschaft, die Stadtverwaltung Lohmar so-wie viele interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten am 17. November der Einladung der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (WFEG) zu einem Wirtschaftsforum. Geboten wurde neben einer ganztägigen Gewerbeschau ein vielfältiges Programm.

Am Vormittag hatten zunächst die Unternehmen die Möglichkeit sich auszutauschen und sich bei interes-santen Vorträgen zu informieren. „Wirtschaftsstandort Lohmar – Chancen für Unternehmen und Selbst-ständige“ war das Thema von Dr. Hermann Tengler, Leiter der Wirtschaftsförderungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises, während Hans Joachim Hamerla, Stadtplanungsbüro ASS Düsseldorf den Innovationsstandort Lohmar – Auswirkungen vorstellte und über die positiven Auswirkungen der Entwicklung des Gebietes Auelsweg-Nord auf die Lohmarer Wirtschaft sprach.

Ausgesprochen positiv sieht Dr. Hermann Tengler die Entwicklung des Arbeitsplatzangebotes in Lohmar: Seit dem Bonn/Berlin-Beschluss 1991 ist die Zahl der Arbeitsplätze um 1.000 (ca. 20%) gestiegen ist. Damit ist Lohmar im Vergleich zu anderen Kommunen spitze. Die Wachstumsrate im Rhein-Sieg-Kreis liegt bei 6,6%. Diese erfreulichen Zahlen, so Dr. Tengler, gehen vor allem auf die vielen Firmenansiedlungen im neuen Gewerbegebiet Burg Sülz zurück. Es sei festzustellen, dass sich die Arbeitsplätze vom produzierenden Gewerbe auf die Dienstleistungsbranche verlagern.

Beim Thema Wirtschaftsförderung stellten Bürgermeister Wolfgang Röger und der Erste Beigeordnete und Geschäftsführer der WFEG Stefan Hanraths gemeinsam die spannende Frage „Wo drückt der Schuh?“.

Der Bürgermeister machte deutlich, dass diese Über-schrift nicht nur eine plakative Bezeichnung für einen Programmpunkt des Wirtschaftsforums sei. Sie drücke insbesondere aus, dass die Zufriedenheit der Unternehmerinnen und Unternehmer ein wichtiger Gradmesser für die Stadt einschließlich ihrer Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist. Die Stadt als kommunales Unternehmen wolle nicht nur kundenorientiert arbeiten, sie müsse es auch.

Als Beleg für seine Aussage nannte Röger unter anderem den finanziellen Aspekt. Denn um Einnahmeverluste zu vermeiden und damit die ohnehin schon angespannte Finanzsituation Lohmar nicht noch zu verschlechtern, müsse darauf hingearbeitet werden, dass die Gewerbetriebe nicht abwandern und sich noch weitere hier in Lohmar ansiedeln.

„Wir haben als Kommune ein essentielles Interesse daran, kundenorientiert zu arbeiten, in dem wir unse-re Stadt für Sie attraktiv halten bzw. die Attraktivität steigern. Dafür müssen wir aber wissen, wo Ihnen der Schuh drückt“, betonte Röger.

Er sah deshalb in dem Wirtschaftsforum insbesonde-re eine Möglichkeit, den Kontakt zwischen Wirtschaft und Verwaltung zu stärken.

„Kommunikation ist beim angestrebten Entwicklungs-prozess Lohmars immens wichtig,“ machte er deutlich. Neben einem persönlichen Ver-trauensverhältnis müssten Kommunikationsstrukturen in Lohmar aufgebaut werden.

Der Erste Beigeordnete Stefan Hanraths informierte über die zahlreichen aktuellen Projekte, wie z.B. über die Neuordnungen im Bereich der Jugendhilfe und der Schulen. In diesem Jahr wurden flächendeckend die Offenen Ganztagsschulen an allen Lohmarer Grundschulen eingerichtet, darüber hinaus wird der Jabachkindergarten künftig ein Familienzentrum sein.

Aber auch der demographischen Entwicklung und Seniorenarbeit wird Rechnung getragen, z.B. durch die Neuorganisation des Angebotes der Villa Friedlin-de.

Ab Mittag strömten zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die umgebaute und festlich dekorierte Halle des ehemaligen Lüghausen-Geländes in der Raiffeisenstraße, um sich über die Angebote des ortsansässigen Gewerbes zu informieren. Diese präsentierten an eigenen Ständen ihre vielfältigen Produkte, die zum Teil weltweit exportiert werden.

„Mittelstand in Lohmar – Öffentliche Fördermöglichkeiten“ war das Thema von Jochen Oberlack, Förderberater der Westdeutschen Genossenschaftszentralbank (WGZ), bevor der Geschäftsführer der ARGE Rhein-Sieg, Ralf Holtkötter, über „Arbeitskräfte in Unternehmen – Kooperationsmöglichkeiten mit der Wirtschaft“ informierte.

Mit der herausfordernden Frage „Wer unternimmt endlich was?“ führte der Journalist Gisbert Baltes (WDR) in das Thema der Podiumsdiskussion „(Aus)Bildungsnotstand – Gesucht: Arbeitskräfte für Heute und Morgen“ ein und gab zunächst einen all-gemeinen Überblick der aktuellen Ausbildungssituati-on.

Als Highlight angekündigt, hielt das von Baltes geführte Gespräch, was es versprach: eine spannende Diskussion, verbunden mit Informationen und konkre-ten Tipps.

Neben Michael Jäger (ehemaliger Geschäftsführer der GKN Driveline International und Ex-Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Metall NRW), Wolfgang Maus (Vorsitzender der Geschäftsführung der Firma Emitec) und Volker Wolf (Stellvertretendes Vor-standsmitglied der Kreissparkasse Köln) stellten sich die Schulleiter/innen der weiterführenden Schulen und Bürgermeister Wolfgang Röger der Diskussion. Darüber hinaus berichteten Jutta Remers (Klasse 10 der Realschule), Patrick Krüger sowie Vincent Wulff (beide Klasse 10 der Hauptschule) über ihre Erfah-rungen auf dem Weg ins Berufsleben.

Nach der 30. Bewerbungsabsage haben sie aufgehört zu zählen, erklärten die Jugendlichen unisono. Dennoch gäben sie nicht auf und würden weiterhin Bewerbungen schreiben. Das nahm Gisbert Baltes zum Anlass und frug spontan in die Runde der ca. 120 anwesenden Unternehmervertreter/innen, ob jemand den Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anbieten könne. Einige zeigten nach der Podiumsdiskussion Interesse und nahmen erste Gespräche auf.

Auf Nachfrage des Moderators, nach welchen Kriterien die Firmen entscheiden, erklärte Wolfgang Maus, dass man sich selbst von anderen absetzen müsse. Die Qualität müsse spitze sein, insbesondere in Mathe, Physik, Deutsch und Fremdsprachen.

Volker Wolf stimmte dem zu und empfahl allen Schülerinnen und Schülern, sich ein gutes Basiswissen anzueignen. Insbesondere sei auch die Ausdrucksfähigkeit von erheblicher Bedeutung im Berufsleben. Ein „boah ey“ reiche bei einem Einstellungstest eben nicht aus.

Michael Jäger riet den Jugendlichen, sich nicht auf ein bestimmtes Berufsbild festzulegen, sondern offen für andere Bereiche zu sein. Mobilität und Flexibilität seien entscheidende Kriterien.

Uta Sonnenberger, Jochen Selbach und Wolfgang Martin, Schulleiter/in der weiterführenden Schulen in Lohmar, sind sich zu dem Werteverfall bei den Jugendlichen befragt, sicher: So schlimm wie nach Medienberichten an anderen Schulen, ist es in Loh-mar nicht. Dennoch dürften Probleme nicht unerkannt bleiben, vielmehr müssten Eltern und Schulen ge-meinsam den Erziehungsauftrag erfüllen.
Für den Einstieg in das Berufsleben sei das Zusam-menwirken zwischen Schule, Verwaltung und Wirt-schaft von großer Bedeutung.

Rögers Zwischenfazit lautete: Auch die Erkenntnisse aus dem Wirtschaftsforum haben gezeigt, dass die Entscheidung, die Gewerbebrache zu einem attraktiven Standort für neue Betriebe zu entwickeln, einen weiteren Aufschwung für Lohmar bringen wird. Denn neue Betriebe bringen neue Arbeitsplätze mit und damit auch neue Chancen für unsere Jugend.

Alles in allem, so resümierten die städtische Wirtschaftsförderin Ulrike Pfau gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Röger, habe die eintägige Veranstaltung reges Interesse gefunden und sei ein guter Start für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung.

Bei Fragen zum Wirtschaftsforum hilft Ulrike Pfau, Wirtschaftsförderungsstelle, Tel. 02246 15-377, Fax: 02246 15-900, E-Mail: ulrike.pfau@Spamschutz.lohmar.de gerne weiter.

Programm am 17.11.2006

Diaschau

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Tel.: 02246 15-377
Fax: 02246 15-8377
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Fax: 02246 15-8359
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